Kyoto, einen Versuch … (17. November 2016)

… mich mit der Stadt anzufreunden will ich heute unternehmen, nachdem der Eindruck gestern bei Dunkelheit eher wenig positiv war. Über 1000 Jahre bis ins späte 19. Jahrhundert war Kyoto die Hauptstadt Japans, das kulturelle und religiöse Zentrum ist es heute noch. Es blieb während des zweiten Weltkrieges von der Bombardierung verschont, obwohl es auf der Liste für mögliche Ziele der Atombomben ganz oben stand. Auf Drängen des US-amerikanischen Kriegsministers Henry Lewis Stimson, der die Stadt aus eigener Anschauung kannte, wurde sie von der Liste gestrichen.

Mehr als 1000 Tempel und Schreine können hier besichtigt werden, viele davon wirklich alt, wohingegen in Tokyo kaum ein Gebäude mehr als 100 Jahre alt ist. Für meinen kurzen Aufenthalt habe ich mir drei Anlagen herausgepickt, alles andere will ich dem Zufall überlassen. So ist auch die erste Entdeckung ein Garten, auf den ich keine 10 Minuten von meiner Unterkunft entfernt, stoße. Wie sich herausstellt, handelt sich um eine sehr alte Anlage, deren Ursprünge im 8. Jahrhundert von einem buddhistischen Orden angelegt wurden der im 17. Jahrhundert im wesentlichen seine heutige Gestalt erhielt. Er trägt den schönen Namen Kikoku-tei bzw. Shosei-en (渉成園).

Teehaus im Garten Kikoku-tei

Teehaus im Garten Kikoku-tei

Hier ist der herbstlich Farbenrausch gerade ausgebrochen, der noch bis Anfang Dezember anhalten wird und von gelbem Ginko- und orange-braun-rotem Bergahornlaub geprägt ist.

im Garten Kikoku-tei

im Garten Kikoku-tei

im Garten Kikoku-tei

im Garten Kikoku-tei

Auch hier ist wieder eine von vielen Fotosessions im Gange, der ich mich einfach anschließe …

Fotografen bei der der Arbeit

Fotografen bei der der Arbeit

… um meiner Fotosammlung ein paar klischeehafte Aufnahmen hinzu zu fügen. Bei der großen Hingabe, mit der Fotografen und die beiden Fotografierten bei der Sache sind, scheue ich mich etwas das Ganze mit dem Attribut ‚kitschig‘ zu versehen, obwohl es das, oberflächlich betrachtet, durchaus ist. aber auch ich kann mich dem Reiz nicht entziehen.

im Garten Kikoku-tei

im Garten Kikoku-tei

 

 

Nach zwei sehr erholsamen und entspannenden Stunden verlasse ich den Garten um meinem eigentlichen Tagesziel zu zustreben.

irgendwo in Kyotos Osten

irgendwo in Kyotos Osten

irgendwo in Kyotos Osten

irgendwo in Kyotos Osten

irgendwo in Kyotos Osten

irgendwo in Kyotos Osten

Dieses Ziel besteht im Kiyomizu-dera Tempel, der zum Weltkulturerbe zählt und der für die 13m hohe Terrasse seines Hauptgebäudes berühmt ist. Von hier zu springen bedeutete im Falle des Überlebens, dass dem Springer alle Wünsche erfüllt würden. Für die Zeit von 1603 bis 1868 sind 234 Sprünge dokumentiert, bei einer Überlebensquote von 85%, heute ist das Springen verboten.

Kiyomizu-dera

Kiyomizu-dera

Bevor man die Tempelanlage erreicht, muss man sich dem Menschenstrom anschließen, der sich durch eine enge Gasse wälzt, die rechts und links von Verkaufsständen für die unterschiedlichsten Dinge gesäumt ist, eine ganz übliche Situation in Japan beim Besuch von Sehenswürdigkeiten.

Am Ende der Gasse zum Kiyomizu-dera

Am Ende der Gasse zum Kiyomizu-dera

Auch auf dem Tempelgelände leuchten die Farben des Herbstes.

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Auf dem Tempelgelände gibt es auch einen kleinen (künstlichen) Wasserfall, dessen Wasser in drei Armen herabfällt, der Genuss desselben soll Gesundheit, ein langes Leben und Erfolg bringen, entsprechend lang ist die Schlange.

am Wasserfall im Kiyomizu-dera

am Wasserfall im Kiyomizu-dera

Pagode im Kiyomizu-dera

Pagode im Kiyomizu-dera

Zur gut gemachten Webseite des Tempels geht es hier.

Leider sind die Tage auch in Japan um diese Jahreszeit recht kurz und es ist bereits dunkel, als ich auf dem Heimweg bin. Das gestern erwähnte unangenehme Licht ist leider Standard, es ist noch etwas kälter als das Licht in diesem Foyer.

 

 

Immerhin sind ein paar Einblicke ins japanische Arbeitsleben möglich, von Bürotätigkeit …

Büroarbeit in einem Laden

Büroarbeit in einem Laden

 

… bis zum Friseurbetrieb.

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