Der Abschiedstag … (14. November)

… von Yakushima, einer phantastischen Insel, ist da und obwohl ich auch auf die kommenden Tage in Kyoto und Umgebung gespannt bin, bin ich von Schwermut ergriffen, die wahrscheinlich besten Tage des Jahres sind nun vorüber. Nach einem stärkenden Frühstück, diesmal Sandwiches mit japanischem Omelett, sowie Stampfkartoffeln, Lachs und Salat verabschiede ich mich von Yuki und ihrem Mann.

Yuki und ihr Mann, meine Gastgeber in Hirauch, Yakushima

Yuki und ihr Mann, meine Gastgeber in Hirauchi, Yakushima

Zuvor haben wir noch bis zur letzten Minute Bilder angeschaut und so kam es, wie es kommen musste, der Zimmerschlüssel blieb in meiner Tasche. Keine Minute zu früh war ich an der Haltestelle und umfuhr in einer guten Stunde die halbe Insel.

im Bus nach Miyanoura

im Bus nach Miyanoura

In Miyanoura hatte ich bis zur Abfahrt der Fähre noch etwas Zeit und bemühte ich mich um die Stärkung der lokalen Wirtschaft, indem ich mich dem Konsumrausch hingebe. Verglichen mit dem Leben auf den Hauptinseln ist der materielle Lebensstandard deutlich niedriger, die Einkommen liegen im Schnitt um ein Drittel niedriger und trotz der Bemühungen um den Ausbau des Tourismus sinkt die Einwohnerzahl beständig. Yuki und ihr Mann sind da eher eine Ausnahme, sie sind aus Nagoya vor zehn Jahren auf die Insel gezogen, um dem Hamsterrad der Ballungszentren zu entfliehen.

Dann ist sie da, die Fähre, mit der ich vor 10 Tagen kam, um mich auf 4-stündiger Fahrt zurück nach Kagoshima zu bringen.

Fähre Yakushima II

Fähre Yakushima II

Diesmal wird das Schiff schwer beladen, ich bin erstaunt wieviele Lkw darin Platz finden.

Eine Fuhre Holz ist auch dabei

Eine Fuhre Holz ist auch dabei

Und dann geht es los, mit japanischer Pünktlichkeit legen wir genau halb zwei ab. Ein Blick voraus …

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ein Blick zurück …

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und dann beginnt der Regen, passend zur Stimmung und wohl um den Abschied leichter zu machen. Inseln ziehen vorbei …

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und andere Schiffe kreuzen den Kurs …

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und als Kagoshima erreicht ist, bricht die Dunkelheit bereits herein …

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… in strömendem Regen und trotz der noch aus dem Rucksack gekramten Regenbekleidung, von in und außen nass erreiche ich nach einiger Sucherei meine Unterkunft. An der Rezeption setzte ich erstmal die Formulare unter Wasser. Das Einchecken ist hier nach meinen bisherigen Erfahrungen mittelmäßig bürokratisch, wahrscheinlich Landesdurchschnitt. Immerhin gelingt es mir den versehentlich mitgenommen Schlüssel, mit der Bitte um Rücksendung loszuwerden, wobei das drei der Damen für 5 Minuten in Anspruch nimmt und für einen Mix aus Entsetzten und Heiterkeit sorgt – blankes Entsetzen, als ich sage, ich hätte da einen Fehler gemacht und erleichtertes Lachen, als klar ist, worum es eigentlich geht.

Als später der Regen etwas nachlässt, wird aus dem Supermarkt gegenüber, der bis 1 Uhr nachts geöffnet hat, noch etwas Ess- und Trinkbares besorgt. – Für morgen ist ein ruhiger Tag in Kagoshima geplant.

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