千尋の滝 – Senpiro-no-taki … (13. November)

… lautet der Name meines heutigen Ziels. Am Morgen spüre ich die Folgen des gestrigen Radausfluges in Form eines leichten Ziehens in den Oberschenkeln, aber das zum Frühstück von Yuki gereichte Sandwich, belegt mit fliegendem Fisch, hat auch mir Flügel verliehen und ich beschloss meinen letzten Tag auf Yakushima nochmal mit einer Wanderung zu verbringen. Als Ergänzung zu den Sandwiches gab es Yoghurt und Papaya aus dem Garten, wie die wächst kann man hier sehen …

Papaya

Papaya

… gewandert wird erstmal durch den Ort Hirauchi, vorbei an einem traditionellem Anwesen …

 

… dem größten der örtlichen Schreine …

Schrein in Hirauchi

Schrein in Hirauchi

… zur Bushaltestelle. Der Bus bringt mich in 20 Minuten nach Hara, wo die eigentliche Wanderung beginnt. Der Reiseführer (ein privates Projekt eines Engländers) nennt drei mögliche Startpunkte und meint lakonisch, ‚egal welchen du nimmst, es ist immer die selbe steile, sich windende Bergstraße, die dich zum Ziel führt.‘ – Zunächst führt mich meine Online-Karte in die Irre, aber dafür treffe ich diese Wegelagerin …

Gottesanbeterin

Gottesanbeterin

… die reglos mitten auf der Straße verharrt.

Teilweise liegen beiderseits des Weges Obstgärten, die zum Schutz der Ernte vor allzu begierigen Makaken mit Elektrozäunen abgesichert sind. Die Japaner sind das am meisten auf Sicherheit bedachte Volk, wo Gefahr droht, hängen Schilder oder es sind Leute postiert, die aufpassen. In diesem Falle sind es Schilder, wie dieses …

Bringe nicht den Affen zum Lachen

Bringe nicht den Affen zum Lachen

‚Bringe nicht den Affen zum Lachen‘-Schild, welche in kurzer Folge am Zaun hängen. Beim zweiten Mal falsch Abbiegen, gelange ich zu einem Cafe, angelegt als Baumhaus, wo ich eine  willkommene Rast einlege …

Rast im Baumhaus

Rast im Baumhaus

… schließlich ist heute der wärmste Tag, mit prallem Sonnenschein und 25°C. Gut erholt und trotz wiederholtem Hornissenbesuch unversehrt, geht es weiter durch üppiges Grün.

Irgendwann, nach unzähligen Kurven ist der erste Aussichtspunkt auf den Senpiro-no-taki erreicht.

Senpiro-no-taki

Senpiro-no-taki

No-taki bedeutet, unschwer zu erraten, Wasserfall. Dieser hier hat eine Höhe von 60 Metern, das besondere aber ist, dass der Fels von dem er stürzt ein monolithischer Granitblock ist, ein einziges Stück 200 x 400 Meter groß, worauf Senpiro anspielt – es braucht 1000 Menschen mit ausgestreckten Armen, um den Block zu umfassen.

Näher als bis zu dieser Stelle …

Senpiro-no-taki

Senpiro-no-taki

 

… kommt man nicht heran, wenn man die japanischen Gebote respektiert, denn der Weg der früher entlang führte, wurde gesperrt, als vor einigen Jahren 3 Wanderer mit ihrem japanischen Führer in einer plötzlichen Flut umkamen.

Da der Abstieg in einem Viertel der Zeit des Aufstieges erledigt ist …

 

… beschließe ich nach einer Stärkung mit meinem Lieblingsgetränk, bei dem es sich um …

Mix aus Traubensaft und Aloe Vera

Mix aus Traubensaft und Aloe Vera

… einen Mix aus Traubensaft und Aloe Vera (mit 10% Aloe-Stücken) handelt, auch noch einen zweiten Wasserfall ganz in der Nähe, anzusehen, der auf den Namen Toroki-no-taki hört und für die Japaner trotz nur 6m Fallhöhe  etwas besonderes darstellt, da er in diesem an Wasserfällen überaus reichen Land, so reich, dass es sogar eine Top-100-Liste der schönsten japanischen Wasserfälle gibt, einer von zweien ist, die direkt ins Meer fallen, wobei ich nach Inaugenscheinnahme sagen muss, ‚ins Meer‘ ist eine sehr weite Auslegung. Der Wasserfall liegt nur 5 Minuten von der die Insel umrundenden Straße entfernt, was der Grund sein dürfte, warum dem eiligen Touristen mit diesem Schild …

 

… der entscheidende Hinweis gegeben wird. Das entstehende Foto dürfte dann ähnlich diesem sein …

Toroki-no-taki

Toroki-no-taki

… der Weg, aber führt noch weiter und schlußendlich bekommt man auch noch das Meer zu sehen.

Auf dem Rückweg dann erste Zeichen von Laubfärbung …

… und beim Warten auf den Bus ist es mit dem Sonnenschein allmählich vorbei.

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