Seyðisfjörður … (30. September)

… ist der Ort ganz im Osten Islands, den die Norröna als Zielhafen ansteuert. Im Morgengrauen, kurz vor sechs, laufen wir in den Fjord ein.

Seyðisfjörður

Seyðisfjörður

Die Damen vom Zoll zeigen kein übermäßiges Interesse, es gibt die obligatorische Einreiseplakette in die Frontscheibe und eine kurze Befragung hinsichtlich der Kenntnisse der aktuellen Einfuhrbestimmungen.

Oft wird der Ankunftsort links liegen gelassen und schnell bekanntere Sehenswürdigkeiten angesteuert, aber der Tag ist noch jung und ich entscheide mich für eine kleine Exkursion entlang der Südseite des Fjordes. Die Piste ist eine Sackgasse, bot aber neben köstlichen Blau- und Moosbeeren auch Fotografisches von Belang.

happy go lucky

happy go lucky

Nach der beeindruckenden Woche auf den Färöern, hegte ich ein wenig die Befürchtung, Island könnte, auch da ich erst im Juni vergangenen Jahres die Insel bereiste, etwas von seinem Zauber eingebüßt haben, aber schon die Eindrücke des ersten Tages ließen diese Sorge verfliegen.

Seyðisfjörður

Die Enscheidung, in welche Richtung ich mich wenden werde, hatte ich vom Wetter abhängig gemacht, wenn möglich, sollte es diesmal entgegnen des Uhrzeigersinnes um die Insel gehen, also erstmal in den Nordosten, in Gegenden, die ich noch nicht gesehen hatte. Ich überwand den schon vertrauten Pass nach Egilsstaðir, der mit schneefreien Hängen einen ganz anderen Eindruck machte, als im letzten Frühjahr. Geld tauschen (1€ = 150 ISK), einkaufen, mittels des WLAN der Touristeninformation einen Blogbeitrag veröffentlichen und dann los, Richtung Norden. Inzwischen hat sich der blaue Himmel verzogen und es regnet. 15km weiter hat der Wind sein Werk getan und die Sonne wieder hervor gezaubert. Zum ersten Mal fallen mir die knalligen Herbstfarben auf: gelb, braun, orange – jedenfalls dort, wo weder Fels noch Lava hervorlugt. Von einer Brücke herab schieße ich, einem allgemeinen Trend folgend, ein erstes Selfie:

Auch der Fotograf hat es ins Bild geschafft

Ich folge dem gerade überquerten Fluss, der Jökulsá á Dal, dem sedimentreichsten Islands bis zur Mündung in den Nordatlantik, wo er eine riesige Sanderfläche geschaffen hat.

Hradarstunga

Jökulsá á Dal

Die Berge am anderen Ende der Bucht sind rund 20km entfernt.

Héraðssandur

Héraðsflói und Héraðssandur

Auf ‚meiner‘ Seite, der westlichen, wartet der früher mit 26% steilste Pass Islands auf seine Bezwingung durch meinen schwedischen Elch. Die Straße über die Hellisheiði wurde aber inzwischen entschärft, laut Beschilderung nur noch 15%.

Pass über die Hellisheiði

Pass über die Hellisheiði

Den Rest des Tages verbringe ich mit der Suche nach dem gesteckten Tagesziel, einem landschaftlich reizvoll gelegenen Bades in der Gegend von Vopnafjörður, welche aber bis zum Einbruch der Dunkelheit leider ergebnislos bleibt.

 

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